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Dein Weg zu Selbstfürsorge


Dein Weg zu Selbstfürsorge

Im Hintergrund ist eine rosafarbene Blume zu sehen. Davor steht: "Dein Weg zu Selbstfürsorge - ... was Du für Dich tun kannst" Das Logo von Fair-Achtung ist zu sehen.

Es ist wichtig für Dich zu wissen, was Dir gut tut

Denn das stellt Selbstfürsorge dar: gut für Dich zu sorgen. Und dafür ist es wichtig zu wissen, was Dir gut tut.

Der eine weiß schon wie er gut für sich sorgt, für den anderen klingt es kryptisch. 

Und so richtig damit auseinandersetzen, das tun die meisten erst dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist: wenn bereits ein Mangel herrscht.

 

Dann geht es uns nicht mehr gut.

Wir fühlen uns gestresst, finden keinen Weg, das Gedankenkarussel abzustellen, kommen nicht zur Ruhe und wissen dann oft nicht mehr, was uns eigentlich gut tut.

Wie  ging das nochmal mit der Leichtigkeit?

 

Denn wenn wir uns ausgebrannt fühlen, haben wir auf so manche Kompetenzen, die immer zu uns gehört haben, keinen Zugriff mehr. Es scheint, als wenn wir ganz neu lernen müssten, was gut für uns ist.

 

Selbstfürsorge klingt erstmal banal, kann aber weitreichende Folgen für das eigene Leben haben:

Es geht nicht nur darum, Mangelerscheinungen und Ausgebranntsein vorzubeugen -obwohl das in unserer leistungsorientierten Gesellschaft ein wichtiger Faktor sein dürfte.

 


Es geht auch darum, sich wieder mehr zu Hause im eigenen Leben zu fühlen, wieder selber zu bestimmen, welchem Weg wir folgen und wo unsere Ziele liegen.

Es geht darum, wieder der Hauptakteur im eigenen Leben zu werden.

Das Gute ist: mit nur kleinen Schritten kannst Du Dein Leben zurückerobern

 

Natürlich gehört Dein Leben nur Dir, aber fühlt es sich auch so an?

Wenn ja, beglückwünsche ich Dich von Herzen. Du kannst Dich freuen, zu den wenigen Menschen zu gehören, die den Eindruck haben, ihr Leben wirklich selbst in der Hand zu haben.

Nur vielen geht es da ganz anders …

 

Wir stehen früher auf, als wir es wollen, weil wir arbeiten müssen, wir kümmern uns um Familie, Freunde, um den Haushalt und nicht zuletzt um unsere Social Media Kanäle. Wir kaufen ein, kochen, putzen, reden, sehen fern, chatten, trösten (meistens nicht uns selbst) und wir tragen dabei den ganzen Tag verschiedene Rollen.

 

Wir sind PartnerIn, Mutter, Vater, FreundIn, Schwester, Bruder, Tochter, Sohn, KöchIn, AngestellteR, ChefIn, KollegIn, MitfahrerIn, ZuschauerIn, EinkäuferIn, LeserIn, AutorIn, Frau, Mann, Mensch.

 

Es gibt sicher noch mehr Rollen und Du kannst in Deinem Alltag immer mal innehalten und Dich fragen

 

„Welche Rolle erfülle ich gerade?“

 

Das ist spannend und es lässt unser Verständnis dafür wachsen, welche Rollen wir überhaupt tragen und welche Erwartungen daran geknüpft sind.

 

Ein Verständnis hierfür zu entwickeln macht beim Thema Selbstfürsorge Sinn. Nur wenn Du Dir Deiner täglichen Rollen bewusst bist, kannst Du entscheiden, ob Du die dazugehörigen Erwartungen überhaupt erfüllen willst.

 

Es geht nicht nur darum, Rollen abzulegen, wenn sie Dir nicht passen –wobei das natürlich nicht ausgeschlossen sein sollte.

Vielmehr kannst Du durch die Klarheit darüber, was für Erwartungen an Dich gerichtet werden, bewusst entscheiden, ob Du bereit bist, das auch zu erfüllen. Vielleicht willst Du lieber in Verhandlung mit Deinen Mitmenschen gehen und klären, wozu Du bereit bist und wozu nicht.

 

Über Erwartungen kann verhandelt werden. Und das sollte es auch.

 

Es geht also auf der einen Seite darum, Dir ein Rollenverständnis anzueignen, auf der anderen Seite ist es mindestens genauso wichtig, Dich ohne jegliche Rollen zu betrachten.

 

 

Was brauchst Du um glücklich zu sein?

 

Welche Erwartung zaubert Dir schon beim Aufwachen ein Lächeln ins Gesicht? Wenn du ins Bett gehst und Deinen Tag Revue passieren lässt, worüber freust Du Dich? Worauf bist Du stolz und wovon träumst Du heimlich, sodass niemand davon weiß, vielleicht sogar Du selber nicht mehr?

 

Nimm diese kleinen Nuancen wahr, genau sie sind es, die Dir Deinen Weg zeigen, die Dich erkennen lassen, was Du brauchst um für Dich zu sorgen. Und zwar auf eine Art, dass Zufriedenheit entstehen kann und dass Du selbst bestimmst, wie Du mit den Dingen umgehen willst.

 

 

Das kannst Du ganz gezielt für Dich tun

 

Es gibt wirklich viel was Du tun kannst, um Dir selbst wieder mehr Wert in Deinem Leben einzuräumen.

Damit Du eine Idee davon hast, liste ich Dir hier mal einige auf. Ich kann Dir leider kein fertiges Rezept geben, weil wir nunmal alle verschieden sind und verschiedene Vorlieben haben.

Du kannst aber Schritt für Schritt, selber herausfinden, was Dir gut tut und was für Dich von Bedeutung ist.

 

 

  • herausfinden, ob Dir Alltagsrituale gut tun
  • eine Morgenroutine aufbauen
  • eine Abendroutine aufbauen
  • Dir überlegen, wie Du Dich im Arbeitsalltag gut ernähren kannst
  • kleine Ruheinseln einplanen
  • Dein Zeitmanagement überprüfen und vielleicht optimieren
  • (wieder) herausfinden, was Deine Träume sind
  • Achtsamkeit in Dein Leben lassen
  • nachsichtig mit Dir sein
  • Dich nicht rücksichtslos zur Perfektion antreiben
  • Dich mit wertvollen Menschen umgeben, die Dich bereichern
  • Fehlerfreundlichkeit entwickeln
  • wieder zu spielen lernen
  • Verständnis für Zwischenmenschliche Mechanismen entwickeln
  • nachsichtig mit Deinen Mitmenschen sein
  • Akzeptanz erlernen
  • Selbstmitgefühl entwickeln
  • mit Deinen Mitmenschen mitfühlen
  • auch mal Dinge in Frage stellen
  • Neues ausprobieren
  • meinen Blog verfolgen, denn da kommt noch vieles mehr! ( =

 

Wichtig ist, dass Du Dir klar machst, dass Selbstfürsorge zu lernen, ein Prozess ist, den Du Schritt für Schritt gehen kannst. 

Und weil nichts nur einfach ist…

…möchte ich auch über das Schwierige schreiben.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und Du kannst davon ausgehen, dass auch Du Deine Gewohnheiten hast, die Deinem Glück manchmal im Weg stehen.

 

Gewohnheiten machen das Leben erstmal leichter. Entscheidungen zu treffen kostet Energie. Da ist es doch sinnvoll, manche Entscheidungen nicht immer wieder neu treffen zu müssen. Das stimmt erstmal.

 

Und trotzdem kann das auch hinderlich sein. Hier kann ein Ansatz aus der systemischen Arbeit helfen: Verhaltensweisen haben eine Funktion. Wenn wir diese Funktion aber nun gar nicht mehr brauchen, weil unsere Lebensumstände sich beispielsweise verändert haben, dann kann es Sinn machen, unser Verhalten zu ändern.

 

Zu kompliziert?

 

 

Sagen wir, die kleine Emma hat in ihrer Kindheit gelernt, dass sie keine Ansprüche stellen soll. Ihre Familie war arm und sie konnten es sich nicht leisten Spielzeug zu kaufen. Auch für eine teure Schulausstattung gab es nicht genug Geld. Also musste sie mit dem klar kommen, was das Leben ihr bot. Sie lernte, bestimmte Ansprüche gar nicht erst zu stellen, denn sie würde ansonsten nur enttäuscht werden.

Im Hintergrund ist eine rosafarbene Blume zu sehen. Davor steht: "Wer von sich selbst zu viel erwartet, hält sich genauso von seiner Entwicklung ab, wie der, der meint, bereits alles zu können."

Nun war Emma aber fleißig in der Schule und hat hart dafür gearbeitet, dass sie nicht arm bleiben muss. Sie ist inzwischen eine erfolgreiche Bürokauffrau und hat ein gutes Einkommen.

Trotzdem gönnt sie sich nichts. Das hat sie so gelernt und damit hat sie damit aufgehört.

 

Würde sie nun nach der Funktion ihres Verhaltens - der ausgeprägten Sparsamkeit - suchen, dann würde sie sie in ihrer Vergangenheit finden, nicht aber in der Gegenwart. Immerhin hat sie hart gearbeitet, um ihre finanzielle Lage zu verbessern. Sie könnte sich also durchaus auch mal etwas gönnen. Das tut sie nur deswegen nicht, weil sie es so gewohnt ist. Immerhin hat sie es immer so gemacht.

Erst in dem Moment, in dem ihr das klar wird, kann sie bewusst entscheiden, ob sie sich nicht doch mehr leisten will.

 

 

Ebenso können Gewohnheiten einem im Weg stehen, weil wir Dinge so machen, wie wir es immer getan haben und dabei gar nicht merken, dass es anders besser sein könnte. 

Das kann sogar über Generationen und über Kulturen hinaus passieren.

 

Alle meine Familienmitglieder trinken ihren Kaffee mit Milch und Zucker. Als ich in das Alter kam, in dem ich auch mal Kaffee trinken durfte, habe ich ihn natürlich genauso getrunken, wie man das eben macht, also mit Milch und Zucker.

Und es schmeckte mir nicht. Ich wollte aber meinen neuen Status genießen - immerhin durfte ich Kaffee trinken.

 

Erst nach Jahren - ich machte ein Jahrespraktikum in einem Jugendhaus - lernte ich einen Sozialarbeiter kennen, der seinen Kaffee schwarz trank, mit etwas Zucker.

Ich habe das ausprobiert. Und, siehe da: so mag ich meinen Kaffee auch!

 

 

Zusammenfassend...

 

Um gut für Dich zu sorgen, ist es wichtig zu wissen was Dir gut tut und was Dich glücklich macht. Das herauszufinden kann manchmal ein kleines Abenteuer sein. Vielleicht findest Du Dinge über Dich heraus, die Dich überraschen und die umzusetzen Dir komisch vorkommen. Indem Du Deine Gewohnheiten und Deine Rollen hinterfragst und Dich mit Deinen innersten Wünschen auseinandersetzt, kannst Du lernen, was Dir gut tut und was Du vielleicht besser weiterziehen lässt.

 

Es gibt viele Wege, Dir Gutes zu tun. Du kannst Dir welche ausdenken oder mit den Ideen experimentieren, die ich Dir aufgelistet habe. Wichtig ist, dass Du immer wieder in Dich hineinhorchst und nachspürst, was sich gut anfühlt. Hierbei kann Dir Achtsamkeit helfen. Damit werde ich mich im nächsten Artikel befassen, den findest Du hier

 

Außerdem kannst Du mich bei meinen Achtsamkeitsexperimenten begleiten. Dort werde ich jede Woche eine Achtsamkeitsübung vorstellen, die ich mit meinen Lesern zusammen in dieser Woche ausprobieren werde. 

 

 

Danke, dass Du meinen Artikel gelesen hast. 
Wenn er Dir gefallen hat, dass teile ihn bitte in den Sozialen Medien. Das kann mir helfen, mehr Menschen zu erreichen. 

 

Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg!

 

Achte auf Dich!

Deine Kati          

 

 

 

 


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Kommentare: 6
  • #1

    Elba (Mittwoch, 02 Januar 2019 19:05)

    Wooow! Dieser Blog ist wirklich gut. Danke für die Inspiration und die wirklich wertvolle Anregungen.
    Ich werde sicher mitmachen bei den Achtsamkeitsexperiment. Ich bin durch FB hierher gefunden. Manchmal lohnt sich doch rein zu schauen :-))

  • #2

    Kati (Mittwoch, 02 Januar 2019 20:00)

    Hallo Elba, schön, dass Du hierher gefunden hast! Und vielen Dank für das Kompliment. Das ist mir unheimlich viel Wert!
    Ich freue mich, dass Du mich und uns begleiten willst. :)
    Liebe Grüße
    Kati

  • #3

    konstantin (Montag, 07 Januar 2019 21:46)

    Hallo Kati,
    wunderbar beschrieben!
    In unserem Alltag und damit auch in unserem Leben bleiben wir oft selbst auf der Strecke zurück. Wir verbiegen uns für andere, helfen wo wir können (was auch nicht schlecht ist), wollen allen gefallen und vergessen dabei oft unser eigenes Wohl.
    Ich denke, dass es absolut vertretbar ist, wenn man ab und an mal etwas egoistisch ist und auf sich selbst acht gibt. Wie du so schön sagtest. =)
    Danke für diesen Beitrag. Ich freu mich schon auf weitere!

    Liebe Grüße
    Konstantin

  • #4

    Kati (Dienstag, 08 Januar 2019 23:27)

    Hallo Konstantin,
    vielen Dank! Ich freue mich, dass Dir mein Artikel gefallen hat.
    Ich habe mal einen Artikel darüber gelesen, dass es in der buddhistischen Lebensphilosophie entgegen dem Prinzip von Mitgefühl geht, wenn die Menschen auf alle achten, nur auf sich selbst nicht. Jeder Mensch sollte, (Be-) Achtung und Fürsorge bekommen, also auch ich selbst.
    Dazu wird es definitiv noch einiges geben, denn es ist ein sehr großes und wichtiges Thema, finde ich. (=

    Alles Gute zu Deinem Blog-Start!
    Liebe Grüße
    Kati


  • #5

    Clemens (Samstag, 19 Januar 2019 16:10)

    Liebe Kati!

    Danke, ein sehr informativer Artikel! Ich bin über die Facebook-Gruppe Trusted Blogs zu dir gekommen. Wir sind quasi Kollegen – ich schreibe an einem Blog zum Thema Energetik und Bewusstsein. Wir haben da durchaus viele thematische Überschneidungen, Achtsamkeit spielt bei mir jedenfalls auch eine wichtige Rolle.

    Das Thema Selbstfürsorge beschäftigt mich ebenfalls schon seit vielen Jahren.. Es war ein langer Prozess für mich, herauszufinden, wie ich meine Bedürfnisse und die Bedürfnisse meines Umfeldes – oder was ich für die Bedürfnisse meiner Mitmenschen halte – unter einen Hut bringen kann. Im Zuge dieses Prozesses habe ich mich selber auch immer besser kennen gelernt. Eine meiner persönlichen Erkenntnisse dabei ist, dass Fürsorge nachhaltig und gesund meiner Ansicht nach nur so funktionieren kann, wenn es allen Beteiligten dabei gut geht. Ich denke, dass ich andere Menschen auf Dauer nur dann unterstützen kann, wenn es mir selber gut geht. Mir ist da der Vergleich mit einem Baum eingefallen. Man kann von einem Baum die Früchte ernten und essen und verteilen oder verschenken, wenn man aber dann damit beginnt, ihm die Äste abzuschneiden, dann wird es problematisch. Also angewandt auf das tägliche Leben: Ich kann das, was ich an überflüssiger Energie zur Verfügung habe, an die anderen verschenken. Wenn ich aber damit beginne, auf Dauer zu viel von meiner Energie zu geben und es an die Substanz meines Körpers geht, dann beginne ich quasi, die Äste meines Baumes abzuschneiden und dann wird es ungesund.

    Weiterhin viel Freude und Erfolg mit deinem Blog!

    Liebe Grüße! Clemens

    P.S.: Ich habe mir erlaubt, hier einen Link auf meinen Blog zu legen. Ich hoffe, das ist OK. Sollte das nicht erwünscht sein, kannst du ihn gern wieder herauslöschen.

  • #6

    Kati (Samstag, 19 Januar 2019 20:23)

    Hallo Clemens,

    vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar! (=
    Erst heute ist mir beim Schreiben eines Artikels wieder aufgefallen, wie verwoben die verschiedenen Themenfelder der Persönlichkeitsentwicklung miteinander sind. Da kann ich mir gut vorstellen, dass unsere Themengebiete sich an der einen oder anderen Stelle überschneiden.
    Deinen Vergleich mit einem Baum finde ich großartig! Darf ich ihn in mein Repertoire einbauen? Es ist ein schönes und eingängiges Bild.
    Ich glaube, wir müssen unser Leben lang immer wieder in uns hineinspüren, abgleichen, ausgleichen und uns neu einlassen. Es gibt Phasen, in denen wir mehr Innenschau brauchen, dann aber tut es uns wieder gut, sich mehr nach außen zu orientieren...
    Wichtig ist, dass wir es immer und immer wieder schaffen, mit uns in Kontakt zu gehen und vielleicht auch das Neue, Unbekannte zu spüren und willkommen zu heißen.

    Ich freue mich auf den Austausch mit Dir und werde Deinem Blog selbstverständlich auch einen Besuch abstatten.
    Liebe Grüße
    Deine Kati