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Achtsames Gehen - Achtsamkeitsexperiment Nr. 1


Auf dem Bild ist eine Frau zu sehen, die auf einem Baumstamm balanciert, der an einem Seeufer liegt. Die Frau trägt eine pinke Jacke. Das Bild ist unscharf. Im Vordergrund steht: "Achtsames gehen - Achtsamkeitsexperiment Nr. 1"

Achtsames Gehen


Achtsamkeitsexperiment Nr. 1


 

 

Hallo Du,

schön, dass Du da bist!

 

Willkommen in 2019! Ab jetzt werde ich jede Woche eine Achtsamkeitsübung vorstellen. Diese Übungen möchte ich dann mit meinen Lesern eine Woche lang testen. Manche Übungen werden wir vielleicht in unseren Alltag übernehmen, andere nicht. Manche werde ich toll finden und Du nicht. Und natürlich anders herum. 

 

Du musst nicht viel Anstrengung an den Tag legen um mit mir zu experimentieren. Du musst auch keine Rituale lernen und mit Religion hat das Ganze ebenso nichts zu tun. Es geht darum, dass Du wieder präsenter in Deinem Leben wirst und Dir selbst Aufmerksamkeit schenkst.

 

Bei den Achtsamkeitsexperimenten geht es um kurze und knackige Übungen, die Dich keine weitere Zeit kosten und die Spaß machen! Finde es heraus!

 

 

Achtsames Gehen

Achtsamkeitsexperiment Nr. 1

 

Als Erstes experimentieren wir mit dem Gehen. Wir tun es jeden Tag, an manchen Tagen gehen wir nur durch die Wohnung zum Kühlschrank oder Bad, an anderen Tagen gehen wir einkaufen, zur Arbeit, spazieren, wandern, zum Sport, oder wohin auch immer.

Gehen tun wir also sowieso.

 

Nun versuche mal, in Deinem Alltag immer wieder auf Dein Gehen zu achten. Versuche zu spüren wie Deine Füße -förmlich von alleine- aufsetzen und abrollen, wie Deine Knie sich beugen und wo Deine Hüfte beteiligt ist. Du wirst wahrscheinlich nicht jeden kleinen Vorgang erfassen können, weil Du es wahrscheinlich nicht gewohnt bist, Deinem Gang Punkt für Punkt nachzuspüren. Und das musst Du auch gar nicht. Es geht hierbei nicht um Leistung. 


Gehen funktioniert. Jeden Tag. Ohne dass Du es steuern musst. Und genau deswegen passiert es oft ganz unbewusst.

Du versuchst also in der kommenden Woche immer mal wieder aufmerksam zu sein, wenn Du gehst. Dazu musst Du nichts weiter machen, als zu spüren: Deine Füße, Deine Beine, Deinen Atem, vielleicht auch Deine Körperspannung oder Deine Schultern. Sind sie verspannt, ziehst Du sie beim Gehen hoch? Ist Dir warm oder frierst Du?

 

Es ist ganz normal, dass Deine Gedanken abschweifen werden. Das ist in Ordnung und Du brauchst Dich deswegen nicht unter Druck zu setzen. So funktioniert unser Geist. Du kannst einfach immer wieder nachspüren, wenn Du daran denkst. Ohne Druck. Vielleicht auch mal so, als würdest Du zum ersten Mal gehen. Die Buddhisten, die viel Achtsamkeit praktizieren, nennen das den Anfängergeist: So tun, als ob wir etwas zum ersten Mal sehen oder als ob wir etwas zum ersten Mal machen.

Das macht Spaß und es lässt uns das eine oder andere Mal staunen!

 

Denk daran:

 

Es ist eine Frau zu sehen, die auf einem Baumstamm balanciert, der an einem Seeufer liegt.  Da steht: "Achtsamkeit bedeutet nur wahrzunehmen, ohne zu bewerten oder zu verändern. Es geht hierbei also nur darum, dass Du Dich spürst und präsent bist."

 

 

Sei neugierig, spiele mit Deiner Wahrnehmung. Achtsames Gehen kann dabei helfen Dir Dein Gehen bewusst machen, Dich beim Gehen präsenter sein zu lassen, vor allem aber soll es Dir Spaß bereiten!

 

 

Kennst Du achtsames Gehen schon? Oder ist das neu für Dich? 

Was für Erfahrungen machst Du? 

Teile es mit uns! 

 

Am kommenden Sonntag, also am 06.01.2019 werde ich meine Erfahrungen teilen. Ich bin gespannt, welches Feedback ich bis dahin von Dir bekomme!

 

Danke schon jetzt dafür!

Deine Kati!

 

P.S. Zu Achtsamkeit bekommst Du hier mehr Infos. Ich habe Artikel geschrieben, die sich mit Achtsamkeit und Selbstfürsorge im Alltag befassen. Auch interessant!   

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Kommentare: 12
  • #1

    elablogt (Dienstag, 01 Januar 2019 22:06)

    Hallo Kati, ich kenne etwas ähnliches aus einem TaiChi Kurs. Fand ich am Anfang unerträglich mit dem achtsamen gehen. Aber ich glaube es war ganz wichtig dem eine Weile eine Chance zu geben. Erst war es hibbelig, es ziepte hier zu viel und dort kamen dunkle Gedanken. Irgendwann würde es einfacher. Wie ein Rhythmus.
    Viel Erfolg bei deiner Übung

  • #2

    Kati (Dienstag, 01 Januar 2019 22:41)

    Hallo Ela, danke dass Du Deine Erfahrung mit uns teilst! Ich kann mir das vorstellen, dass das am Anfang kribbelig war. Bei mir ist es sehr abhängig von der Tagesform, wie gut ich manche Übungen vertrage. Wichtig ist, dass wir uns da nicht unter Druck setzen, denke ich.

  • #3

    Eva (Mittwoch, 02 Januar 2019 10:45)

    Oh, Achtsamkeitsexperimente finde ich toll, da freue ich mich auf deine Posts. Achtsames Gehen kenne ich tatsächlich, denn das wurde mir von Kindesbeinen an eingetrichtert. Zuerst mit "Geh aufrecht", "hatsch nicht so" und irgendwann ist mir das so in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich tatsächlich auf meine Schritte achte. Ich liebe Spaziergänge und Nordic Walken und genieße es, die Gedanken dabei schweifen zu lassen.
    LG Eva

  • #4

    Kati (Mittwoch, 02 Januar 2019 11:53)

    Hallo Eva, das klingt interessant. Im ersten Moment dachte ich, dass es vielleicht auch eine schlechte Erfahrung sein könnte, aber dann klingt es ja doch, als würde es Dich heute bereichern.
    Toll, dass Du mit den Achtsamkeitsexperimenten so viel anfangen kannst! Ich hoffe, von Dir zu lesen!
    Deine Kati

  • #5

    Bo (Mittwoch, 02 Januar 2019 14:12)

    Das kling spannend, Achtsamkeitsübungen kenne ich auch nur aus dem Tai Chi und fand das ganz gut.
    Liebe Grüße Bo

  • #6

    Inge Auer (Mittwoch, 02 Januar 2019 15:09)

    Hallo Kati, ich habe mit dem Gehen sehr viele schöne Erfahrungen gemacht. Einmal als kleines Kind in der Gymnastik. Wir lernten dort das achtsame Gehen, etwas, was mich im ganzen Leben (75) begleitet hat. Dann nocheinmal ganz intensiv im Feldenkrais. Ich experimentiere gerne. Wie man oder frau geht, hängt ja oft von der Stimmung ab, schlechte Stimmung - feste Schritte, die einen eher runterziehen, gute Stimmung - leichte Schritte. Man sagt ja nicht umsonst "sie schwebt auf Wolke 7". Übrigens barfuß laufen macht sehr achtsam!
    Liebe Grüße
    Inge

  • #7

    Kati (Mittwoch, 02 Januar 2019 19:37)

    @ Bo:
    Das freut mich, Du bist herzlich eingeladen, mitzumachen! Wir werden so einiges erforschen. :)
    Liebe Grüße
    Kati

  • #8

    Kati (Mittwoch, 02 Januar 2019 19:54)

    @ Inge:

    Hallo Inge, das klingt interessant. Mit Feldenkrais kenne ich mich, ehrlich gesagt, gar nicht aus. Ich finde gut, dass Du da viel Erfahrung hast und experimentierfreudig bist. Ich glaube, immer neues zu entdecken erhält das Staunen und belebt. Barfuß gehe ich auch total gern!
    Liebe Grüße
    Kati

  • #9

    Frank (Mittwoch, 02 Januar 2019 23:01)

    Hallo Kati!
    Danke für deinen Blog.
    Achtsames Gehen sowie eine Gehmeditation, damit meine ich, ganz bewußt beim Gehen in einen meditativen Zustand zu gelangen, sind für mich wunderbare Momente, zu mir zu gelangen. Ich habe die Gehmeditation im jüngst zurückliegendem Jahr schätzen gelernt. Und das achtsame Gehen im Alltag bringt mich jedesmal wieder ein Stück in meinem Alltag zu mich selbst. Ich komme dann gut ins HIER und JETZT. Ich freue mich auf deine Blogs zum Thema "Achtsmkeit und Fürsorge".
    Liebe Grüße
    Frank

  • #10

    Kati (Donnerstag, 03 Januar 2019 08:34)

    Hallo Frank,
    ich freue mich über Dein Interesse und dass Dir mein Blog gefällt!
    Ich glaube, dass achtsames Gehen oder auch Gehmeditation für viele Menschen einfacher ist, als zu sitzen. Es ist eine wirklich schöne Möglichkeit, das stimmt.
    Für mich ist Achtsamkeit in Bewegung auch eine sehr gute Alternative, die mir beispielsweise hilft, wenn ich unruhig bin.
    Liebe Grüße
    Kati

  • #11

    Emanuel (Montag, 07 Januar 2019 19:51)

    Hi Kati, beim bewussten Gehen ändert sich die gesamte Körperhaltung. Alte, unbewusste Geh-und Haltungsmuster werden verlassen. Ich denke, dass dies für Symmetrie und Musklebalance positiv ist.

  • #12

    Kati (Montag, 07 Januar 2019 20:22)

    Hallo Emanuel,
    schön, dass Du auch dabei bist! (=
    Ich glaube auch, dass durch das Bewusstwerden der Haltung ausgewogenere Muster entstehen. Es ist gut, das von jemandem vom Fach bestätigt zu bekommen!
    Also: durchweg positiv.
    Liebe Grüße
    Deine Kati