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Achtsamkeit als Schlüssel zu Selbstfürsorge


Achtsamkeit als Schlüssel zu Selbstfürsorge


Es ist ein kanadische See in verschiedenen Grau- und Blautönen zu sehen. Dort steht: "Achtsamkeit als Schlüssel zu Selbstfürsorge" Und das Logo von Fair-Achtung ist zu sehen.

Über Achtsamkeit wird geredet. Da mehr und dort weniger.

 

Fakt ist, durch keine Bücherei führt ein Weg, ohne mit Achtsamkeitsratgebern beschossen zu werden.

 

Achtsamkeit boomt, ist seit langem der Verkaufsschlager Nr. 1, der uns geräderten Kunden, die wir uns nach Ruhe und Geborgenheit sehnen, das Gefühl vermitteln soll, etwas Gutes für sich zu tun.

 

 

Denn das wollen wir ja: für uns sorgen, achtsam sein und uns etwas über den stressigen Alltag hinwegtrösten.

Wir lechzen nach Sinn und Ruhe, nach Zufriedenheit und nach einem Gefühl für uns selbst – nach zu Hause.

 

 

Es ist kein Wunder, dass die Verlagswelt uns füttert. Wir wollen Achtsamkeit, wir kriegen Achtsamkeit. Achtsamkeit in Büchern.

 

 

Nur dass wir kaum Zeit haben, diese Bücher dann auch zu lesen, daran hatten wir wohl beim Kauf unseres neuesten Schatzes nicht gedacht.

 

 Kennst Du das?


 

 

Achtsamkeit kann großartig sein, wenn wir sie auf richtige Wege lenken

Ich kann kaum sagen, an wie vielen Büchern ich mich früher sehnsüchtig festgehalten habe, in der Hoffnung, sie mögen mir Ruhe schenken, ein bisschen Glück, das ich selbst für mich zu schaffen nicht in der Lage war.

 

Das Paradoxe: wir müssen lernen, achtsam zu sein, nicht darüber lesen. Das bringt uns nicht weiter. Hier ist die Kluft zwischen Theorie und Praxis genauso groß, wie sonstwo.

 

Gerade durch den Wust um Achtsamkeit ist uns die Quintessenz aber doch irgendwie verloren gegangen.  Achtsamkeit ist bei uns eine sehr verkopfte Angelegenheit geworden. Wir haben gelesen, kennen zig Methoden, holen uns hier und da noch mehr Inspirationen

– aber was ist mit der Routine im Alltag?

 

 

Wo ist die Achtsamkeit?

Unsere Gefühle bekommen wir in unserer rasenden Gesellschaft kaum noch mit. Wir nehmen sie nicht wahr, sind nicht bei uns.

 

Ein Grund hierfür kann natürlich gesteigerter Medienkonsum sein, aber genauso kenne ich Menschen, die sich so sehr in ihre Arbeit vertiefen, also im Flow sind, dass sie nicht merken, dass sie seit Stunden etwas essen müssten.

 

Auch Menschen, die viel mit anderen Menschen umgehen, sind oft wenig bei ihren eigenen Empfindungen, weil der Fokus über einen großen Zeitraum außerhalb unserer Selbst liegt.

Wir verlieren den Zugang zu uns ob der vielen Möglichkeiten, die wir im Außen finden.

 

Vielen fällt es auch schlichtweg deswegen schwer, auf sich zu achten, weil sie es nicht gelernt haben.

Wir können es auch als Befreiung empfinden, nicht bei unseren eigenen Gefühlen sein zu müssen. Das kennt sicherlich auch jeder von uns. Kurzzeitig kann es gesund und auch wirklich gewinnbringend sein, langfristig kann es aber gefährlich werden.

 

Es gibt viele Gründe, nicht achtsam zu sein oder es nicht gelernt zu haben. Und das ist erstmal okay so, wir sind verschieden. Aber ich glaube, achtsam sein zu üben lohnt sich.

Ich habe mal einen Text gelesen, in dem es um Erfolg aus buddhistischer und aus westlicher Sicht ging.

Eine Aussage hier hatte mich berührt:

 

der Autor stellte unseren Begriff von Erfolg als fehlerhaft dar. Wirtschaftlicher Erfolg sei gut, das stritt er nicht ab. Aber wo sei denn der persönliche Erfolg der Menschen? Das Wachstum und die Freude am Leben?

 

Oh, damit hatte er mich. So kann unser westliches Denken also auch gesehen werden, als unvollständig.

Und irgendwie ist bei vielen von uns ja manchmal auch so ein Gefühl… Oder?

 

Leider weiß ich nicht mehr, wo genau ich das gelesen habe, sobald ich den Text wiederfinde, oder es mir wieder einfällt, werfe ich es nochmal hinterher! 

 

Achtsamkeit hat direkte Auswirkung auf unsere Gefühle

Es geht darum, in sich selbst hineinhorchen zu können, wahrzunehmen welche Gefühle da sind, welche Bedürfnisse, welche Träume, aber auch welche Sorgen und Ängste. 

Ohne zu urteilen.

 

Wie sollen wir denn auf diese riesigen Innenwelten, die jedeR von uns mit sich trägt, reagieren, Ängste stillen, Sorgen teilen, Bedürfnissen nachgehen, wenn wir sie nicht wahrnehmen?

 

Vor einem kanadischen See in verschiedenen Grautönen steht "Achtsam sein heißt, wahrzunehmen welche Gefühle da sind, welche Bedürfnisse, welche Träume - aber auch, welche Sorgen und Ängste - ganz ohne zu urteilen.

 

Wenn ein Freund von uns versucht, uns etwas mitzuteilen, sei es nun eine Freude oder Not, dann hören wir ihm zu. Wieso hören wir so oft uns selbst nicht zu?

Und wäre es nicht großartig, wenn wir das (wieder) lernen könnten?

 

Es mag beängstigend sein, sich dem zu öffnen, was da in uns schlummert. Und das mit Sicherheit an manchen Stellen auch zu Recht. Sich sich selbst zu stellen kann wehtun. Lange zur Seite geschobene Gefühle zuzulassen kann Angst auslösen. Aber Gefühle nicht zuzulassen bedeutet nicht, dass sie nicht da sind. Wir wollen ihnen keinen Raum geben. Das lässt sie aber nicht verschwinden - ganz im Gegenteil.

 

Durch achtsames Wahrnehmen und achtsames Annehmen können kleine Verletzungen, die wir - und auch andere - uns zugefügt haben, langsam heilen. Wir können beginnen zu lernen, was wir brauchen und wie wir gut für uns sorgen können.

 

Genau hier findet sich nämlich die Antwort, weswegen Achtsamkeit der Schlüssel zu Selbstfürsorge ist: ohne in uns hinein zu spüren und ohne unseren Gefühlen und Gedanken zu lauschen können wir gar nicht gut für uns sorgen. Wir müssen lernen, wahrzunehmen, was da ist und das – ganz wichtig- ohne es zu bekämpfen.

 

Die Achtsamkeit nimmt nur wahr. Sie fragt nicht und sie sagt nicht. Will meinen, sie wertet nicht. Sie nimmt wahr. Und so können wir uns Stück für Stück selber besser kennen lernen, lernen, was wir wirklich brauchen.

 

 

Selbstmitgefühl ist ein weiterer wichtiger Begleiter

Hierzu ist es ganz wichtig, dass wir uns nicht überfordern und dass wir mit einer großen Portion Selbstmitgefühl und Nachsicht an uns herangehen. Das ist vielen neu und deswegen erstmal auch gar nicht einfach.

 

Ein Tipp ist: stelle Dir vor, Du würdest mit einem Freund sprechen, wenn Du merkst, dass Du hart mit Dir selbst umgehst. Denn mit einem Freund reden wir meistens ganz anders, als mit uns selbst: mit Freunden gehen wir freudvoll und nachsichtig um. Wir heitern sie auf und trösten sie, ermutigen uns gegenseitig und lachen zusammen.

 

Ich bin sicher, dass ganz viele Menschen mit sich selbst härter umgehen, als sie es je mit ihren Mitmenschen täten. Das ist schade und völlig unnötig. Wir sollten lernen, uns selbst Freunde zu sein, uns um uns zu sorgen und für uns zu sorgen. Achtsam mit uns zu sein.  Im Alltag, immer wieder zwischendurch, mit Leichtigkeit und Spaß. Nicht (nur) wie in den Büchern.

 

Ich glaube, hier ist die Idee aus dem Text, den ich oben erwähnte, gut aufgehoben:

 

Erfolg ist großartig. Aber gehört nicht Dein persönliches Glück, Deine Freude, Dein Lachen, Deine Nachsicht, Dein Mitgefühl und Deine Fürsorge für Dich selbst ebenso dazu?

Sollte es nicht so sein?

 

 

...tatsächlich ist der Text im Schreibfluss anders geworden, als ich ihn geplant hatte. Trotzdem glaube, ich, er sagt viel aus. Er wirft aber auch Fragen auf.

 

Welche Fragen hast Du? Oder siehst Du vielleicht auch manches anders?

Schreib mir!

 

Ich wünsche Dir Glück und Inspiration auf Deinem Weg!

 

Achte auf Dich!

 

Deine Kati

 

 

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Danke!

 

 

 

P.S. Hier findest Du meine anderen Artikel zum Thema Selbstfreundschaft und Selbstfürsorge.

 

Und hier kommst Du zu den Achtsamkeitseperimenten von Fair-Achtung. Du brauchst hierfür kein Vorwissen und Du kannsr jeder Zeit mit einsteigen!

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