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Achtsames Aufwachen


Achtsames Aufwachen

Achtsamkeitsexperiment Nr. 11


Willkommen zurück bei den Achtsamkeitsexperimenten.

Schön, dass Du dabei bist!

 

Bei den Achtsamkeitsexperimenten geht es um kurze und knackige Übungen, die Dich keine weitere Zeit kosten und die Spaß machen! 

Es geht darum, dass Du wieder präsenter in Deinem Leben wirst und Dir selbst mit nur kleinen Übungen Aufmerksamkeit schenkst.

 

Du kannst jeder Zeit einsteigen und Du brauchst keine Extra-Zeit einzuplanen.

Achtsam zu sein wird am Besten im Alltag geübt, also da, wo auch Dein Leben stattfindet.

 

Es ist ganz leicht mit Deiner Achtsamkeit zu experimentieren.

Finde es heraus und sei dabei!

 

 

 

Unser tägliches Aufwachen

Morgens, wenn wir gerade aufwachen, ist vieles nicht so klar.

Wir tun dann oft, was wir immer tun: gehen ins Bad, bereiten uns ein Getränk zu - vielleicht auch ein Frühstück.

 

Manch einer liest gerne die Zeitung am Morgen, andere checken ihre Sozialen Netzwerke oder die Mails, es gibt auch Menschen, die schmeißen schon den Fernseher an. 

 

Da sind wir alle verschieden. Und doch sind die meisten in einer Sache ziemlich gleich: wir bekommen den Moment des Wachwerdens kaum mit. 

 


Wir spüren nicht so richtig, wie wir aufwachen. Und oft ist im Moment des Wachwerdens bereits vergessen, wovon wir geträumt haben. Ein Gefühl, das wirkt manchmal noch nach, aber woher es kommen mag, das wissen wir schon nicht mehr.

 

Aber noch davor, vor den ganzen Morgenritualen, da ist dieser eine Moment, klitzeklein und zart. So flüchtig, dass wir ihn meistens gar nicht mitbekommen: der Übergang von Schlaf zum Erwachen.

 

Versuche doch mal, Dein Erwachen am Morgen bewusst wahrzunehmen

Versuche, Dein morgendliches Aufwachverhalten zu durchbrechen, indem Du Dir schon beim Einschlafen ganz fest vornimmst, innezuhalten, wenn Du wach wirst und einen Moment lang nur wahrzunehmen.

 

Nun kommt es natürlich drauf an: wenn Du durch einen Wecker geweckt wirst, machst Du ihn wahrscheinlich als erstes aus. Das musst Du ja auch.


Danach kannst Du Dir aber einen Moment nehmen und nachspüren.

 

Wenn Du automatisch wach wirst, fühlt sich das wahrscheinlich viel entspannter an. Im Endeffekt ist beides trotzdem gleichwertig. 

Du kannst, von ganz innen nach außen spüren

 

Taste zuerst Deine Gefühle ab.

Sind Gefühle vorhanden, die Du benennen könntest?
Vielleicht Überbleibsel aus Deinen Traumwelten?
Vielleicht sind aber auch übrig gebliebene Gefühle vom vergangenen Tag da,
oder auch Gefühle, die noch von Deinem bevorstehenden Tag nachwirken.

Wie immer können die Gefühle sich gut anfühlen oder eben auch schlecht. Versuche trotzdem, sie nicht zu bewerten, sie nicht festhalten zu wollen und auch nicht abzuwehren.
Nimm sie einfach nur wahr.

 

 

Als nächstes nimm Deine Gedanken wahr.
Du kannst Dir Deine Gedanken vorstellen wie einen Fluss, dessen Fließen Du beobachtest.
Oder wie Wolken, die am Himmel vorüberziehen.


Bleibe nicht bei einem Gedanken hängen und renne nicht mit, sondern beobachte einfach nur, was daherfließt.

 

Und wenn Du doch mitgerannt bist, dann ist der Moment, in dem Dir das klar wird, die pure Achtsamkeit.

Freue Dich darüber und nehme wieder das Fließen Deiner Gedanken wahr.

 

Du hast gleich noch genug Zeit, mit ihnen mitzugehen.
Gönne Dir jetzt noch diesen Moment des Nachspürens in Dein Erwachen.

 


Und als drittes spürst Du jetzt in Deinen Körper rein.


Spüre, wo er  auf die Matratze aufliegt, wo Berührungspunkte sind.


Dann beginne Deine Füße mit Deiner Aufnmerksamkeit abzutasten,


arbeite Dich Deine Beine hoch,


zu Deinem Po, Deinen Geschlechtsteilen und Deinem Beckenbereich,


dann spürst Du in Deinen unteren Rücken,


wanderst Deine Wirbelsäule hinauf


und gehst als nächstes mit zu Deinem Bauch.


Spürst Deinen Unterbauch, Deinen Oberbauch und


wanderst so mit Deiner Aufmerksamkeit weiter nach oben in Deinen Brustraum.


Wie fühlt sich Deine Herzgegend an?


Nun führst Du Deine Aufmerksamkeit durch Deine Arme in deine Hände.

 

Wieder die Arme hinauf in Deine Schultern und Deinen Nacken.


Wandere von hier nach vorn zu Deinem Gesicht.


Ist es locker? Oder angespannt?


Spüre es in Kinn, Kiefer, Wangen, Augen und an der Stirn.


Von hier aus kannst Du zu Deiner Kopfhaut wandern.


Spüre Deine Ohren, den Hinterkopf und schließlich Deinen Scheitelpunkt.

 

 

Als letztes nimmst Du nochmal Deinen gesamten Körper wahr und beginnst, Dich kräftig zu strecken.

 


Dabei zu gähnen oder zu stöhnen kann befreiend wirken. 

Und jetzt: kann Dein Tag so richtig beginnen!

 

Achte bei den Übungen darauf, dass sie Dich nicht wieder ermüden sollen. Du kannst Dich beispielsweise aufsetzen.

 

Die achtsame Wahrnehmung musst Du auch nicht wer weiß wie ausdauernd machen. Beim Bodyscan – der aufmerksamen Wahrnehmung Deines Körpers – genügt es für den Anfang, einmal durch den Körper zu wandern, Du brauchst also nicht an jeder Stelle unnötig lange verweilen.

 

Hierzu gibt es eine Anekdote: den Bodyscan gibt es als verschiedene Versionen auf CD’s, manche sind 10 Minuten lang, manche 20 und es gibt ihn auch mit 45 Minuten.
Ich hatte mir mal vorgenommen, nach der Arbeit immer den langen zu machen. Ich konzentriere mich bei der Arbeit ja den ganzen Tag auf die Menschen um mich herum und ich wollte damit testen, ob es mir hilft, wieder mehr bei mir anzukommen.


Letzten Endes lag ich jeden Tag nach der Arbeit schnarchend auf meiner Liege!


Ich hab‘s nicht ein einziges Mal geschafft, wach zu bleiben! Ich glaube, nach einer Woche habe ich aufgegeben. 
Das war einfach nicht die richtige Übung nach einem anstrengenden Tag.

 

Das ist dann auch in Ordnung. Deswegen sind das hier auch Achtsamkeitsexperimente: wir probieren aus, testen, was zu uns passt und was und gut tut. Und was uns eben nicht gut tut, das lassen wir wieder. 
Was uns aber gut tut und uns präsenter in unserem Leben werden lässt, es vielleicht entschleunigt, das nehmen wir mit. 

 

 

Wenn ich aber nicht einschlafen kann, dann mache ich den Bodyscan auch nachts.
Bei den kürzeren Versionen schlafe ich übrigens nicht ein. In der regel.

Und im Sitzen kann ich auch gut mit der Aufmerksamkeit durch den Körper wandern. 

 

 

Danke für Dein Interesse an den Achtsamkeitsexperimenten!

 

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Ich wünsche Dir viel Spaß mit dem Experiment und eine schöne Woche!

Achte auf Dich!

 

Deine Kati

 

 

 

P.S. Hier findest Du einen Artikel darüber, wieso Achtsamkeit gut für Dich ist, wenn Du lernen willst, im Alltag gut für Dich zu sorgen.

Und hier kommst Du zu den anderen Achtsamkeitsexperimenten.

 

 

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