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Achtsames Sitzen


Achtsamkeitsexperiment Nr. 14


 

 

 

Willkommen zurück bei den Achtsamkeitsexperimenten!

Schön, dass Du dabei bist!

 

Bei den Achtsamkeitsexperimenten geht es um kurze und knackige Übungen, die Dich keine weitere Zeit kosten und die Spaß machen! 

 

Es geht darum, dass Du wieder präsenter in Deinem Leben wirst und Dir selbst mit nur kleinen Übungen Aufmerksamkeit schenkst.

 

Du kannst jeder Zeit einsteigen und Du brauchst keine Extra-Zeit einplanen.

 

Achtsam zu sein wird am Besten im Alltag geübt, also da, wo auch unser Leben stattfindet.

 

Es ist ganz leicht mit Deiner Achtsamkeit zu experimentieren.

 

Finde es heraus und mach mit!

 

 

  

Achtsamkeitsexperiment Nr. 14

Achtsames Sitzen

Das achtsame Sitzen ist eine ganz klassische Achtsamkeitsübung, die vor allem im Buddhismus geübt wird.

 

Im letzten Jahrhundert ist das achtsame Sitzen aber auch bei uns immer populärer geworden.

Die Zeit scheint in unserer leistungsorientierten Gesellschaft immer schneller davonzulaufen, also ist es kein Wunder, dass wir Menschen Sehnsucht danach haben, wieder bei uns selbst anzukommen und unser Leben zu spüren.

 

Sicherlich gibt es viele verschiedene Interpretationen des achtsamen Sitzens: wir können unseren Fokus dabei auf den Atem, die Haltung oder bestimmte Punkte im Körper legen.

 

Ich möchte hier, getreu den Achtsamkeitsexperimenten, des Fokus ganz einfach auf Dein Sitzen lenken.

Es geht dabei nicht darum, wie oder wo Du sitzt. Deswegen habe ich auch ganz bewusst keines der allgegenwärtigen Meditationsbilder genutzt.

 

Achtsamkeit bewertet nicht. Sie verändert auch nichts. Vielleicht lernen wir durch sie etwas über uns und ändern in Folge dessen etwas an unserem Verhalten. Das könnte zum Beispiel unsere Haltung beim Sitzen sein. 

In dem Moment, in dem Du achtsam auf etwas oder auf Dich bist, versuche bitte nicht, es zu bewerten oder zu ändern.

 

Dadurch geht der Forschergeist verloren, der aber Deine achtsame Wahrnehmung erst so kostbar macht.

 

Du kannst Gefühle und Perspektiven entdecken, die Du vorher gar nicht wahrgenommen hast. Deswegen ist es so wertvoll, Dich wirklich einen Moment darauf einzulassen, nur wahrzunehmen.

 

Dein Geist ist es gewohnt, Ergebnisse zu erschaffen, also wird er sich immer wieder schwer damit tun, einfach nur zu sein und wahrzunehmen.

 

Aber je mehr Du Dich darin übst, desto besser schafft auch Dein Geist es, sich auf die Stille einzulassen.

 

Wusstest Du eigentlich, dass der Geist im Buddhismus als ein Sinn gesehen wird?

Das ist deswegen so spannend, weil diese Perspektive dem Geist eine ganz andere Wertigkeit gibt, als das in unserer Gesellschaft der Fall ist. 

 

 

Wir identifizieren uns sehr stark mit unseren Gedanken, heißt, dass viele Menschen sogar davon ausgehen, dass der Geist, der Intellekt, das ist, was uns als Persönlichkeiten ausmacht.

 

Im Buddhismus ist der Geist ein Sinn, also ein weiteres Tor für uns, um mit dem Leben in Kontakt zu treten. Und durch die Praxis der Achtsamkeit lernen wir, den Geist gezielter nutzen zu können und den sogenannten Monkeymind, der mit seinen Gedanken wie ein Affe von Ast zu Ast springt, zu mehr Ruhe zu bringen. Hierdurch ist mehr Fokus, Konzentration und Kontemplation möglich.

 

So, nun aber zurück zum achtsamen Sitzen:

 

Du brauchst für die Übung nicht auf eine bestimmte Art zu sitzen. Ganz im Gegenteil, denn das Spannende an den Achtsamkeitsübungen ist es, Dein Leben genau da zu betrachten, wo es passiert, also ohne eine künstlich geschaffene Haltung.

 

 

Du kannst also diese Woche immer wieder zwischendurch achtsam auf Deine Sitzhaltung sein, egal ob Du in der Bahn, im Bus, in der Uni, am Schreibtisch, auf dem Sofa oder sogar auf dem Klo sitzt.

 

Halte doch mal einen Moment inne und nimm Dir Zeit, wahrzunehmen, wie Du sitzt und wie sich das anfühlt. 

Taste hierzu als erstes die Berührungspunkte Deines Körpers ab:

Wo berührt Dein Körper die Fläche?
Berühren Deine Füße den Boden?
Wo berührt Dein Rücken die Lehne?
Wo liegen Deine Arme?
Wo hast Du Deine Hände?

 

 

Sitzt Du gerade oder eher gebeugt?
Sind Deine Beine locker? Oder sind sie verschränkt?
Wie hältst Du Deine Füße?
Und Dein Nacken - wie hältst Du ihn?

 

 

Ist Dein Körper entspannt und lässig?
Oder ist er eher angespannt?
Wie steh es um Deine Schultern?
Sind sie locker oder eher angespannt angezogen?
Wie fühlt sich Dein Bauch an? Ist er fest? Oder weich?

 

 

Und jetzt, wenn Du Deine Sitzhaltung, die Berührung mit dem Untergrund und Deine An- oder Entspannung wahrgenommen hast, was löst das bei Dir für Gefühle aus?

 

 

Fühlst Du Dich wohl? Oder ist da vielleicht ein Engegefühl?
Ist ein Wunsch vorhanden, etwas an Deiner Position zu ändern?

 

 

Halte trotzdem noch einen Moment inne – auch wenn das schwerfällt – und beobachte das Gefühl.
Bewerte es nicht. Beobachte es so objektiv, wie Du kannst.
Verändert sich etwas?

 

Spüre am Schluss nochmal im Schnelldurchlauf durch Deinen Körper.


Und dann kannst Du Dich wieder bewegen.

 

Ich kann mir vorstellen, dass Du durch die Übung etwas Bewegungsdrang verspürst.
Gehe dem ruhig nach und wackle mit Deinen Armen und Beinen oder stehe auf und gehe ein paar Schritte. Ganz so, wie Du magst. Es ist Dein Moment.

 

 

Wenn Dir die Achtsamkeitsexperimente gefallen, dann teile sie doch auf Deinen Social Media Kanälen. Damit hilfst Du mir, mehr Menschen zu erreichen und meinen Blog aufzubauen!

 

 

Danke, dass Du Dich für die Achtsamkeitsexperimente interessierst!

 

 

Ich wünsche Dir eine schöne und inspirierende Woche mit vielen interessanten Augenblicken!

 

Achte auf Dich!

 

Deine Kati

 

 

P.S. Hier findest Du die anderen Achtsamkeitsexperimente. Im Jahr 2019 wird jeden Montag ein neues veröffentlicht!

 

Und hier findest Du meinen Artikel dazu, wie Du Mitgefühl und Nachsicht mit Dir selbst entwickeln kannst. Gerade wenn wir beginnen, achtsamer mit unserem Leben umzugehen, sind Nachsicht und Selbstmitgefühl wichtige Begleiter für uns. Sie helfen, geduldig zu sein und nicht am Ast zu ziehen, damit er wächst.    ( =

 

 

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