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Sei achtsam für das Wetter


Sei achtsam für das Wetter

achtsamkeitsexperiment Nr. 13


 

 

Willkommen zurück bei den Achtsamkeitsexperimenten.

Schön, dass Du dabei bist!

 

 

Bei den Achtsamkeitsexperimenten geht es um kurze und knackige Übungen, die Dich keine weitere Zeit kosten und die Spaß machen! 

 

 

Es geht darum, dass Du wieder präsenter in Deinem Leben wirst und Dir selbst mit nur kleinen Übungen Aufmerksamkeit schenkst.

 

 

Du kannst jeder Zeit einsteigen und Du brauchst keine Extra-Zeit einplanen.

 

 

Achtsam zu sein wird am Besten im Alltag geübt, also da, wo auch unser Leben stattfindet.

 

 

Es ist ganz leicht mit Deiner Achtsamkeit zu experimentieren.

Finde es heraus und mach mit!

 

 

 

Sei achtsam für das Wetter

 

Das Wetter kann uns richtig gut tun. Und das nicht nur, wenn die Sonne scheint.

Regen kann erfrischend sein – er kann Nostalgie, Melancholie, aber auch Erneuerung und Reinigung symbolisieren.

Die Meisten freuen sich nicht, wenn es regnet; wobei wir doch eigentlich alle davon träumen irgendwie und irgendwann mal, im Regen zu tanzen.

Mit der Richtigen Kleidung jedenfalls, macht auch ein Spaziergang im Regen Spaß!

 

 

 

Der Wind kann uns ganz schön stark um die Ohren wehen. Er kann Häuser abreißen und Wälder erschüttern. Bei aller Leichtigkeit steht er doch auch für Stärke.
Wir können Drachen fliegen lassen und wir können den Wind nutzen, um Energie zu gewinnen.
Ich stelle mir gern vor, er nimmt meine Last einfach mit; weht meine Sorgen fort.

Und über eine frische Brise freuen wir uns auch.

Wenn die Sonne aber scheint, dann blühen oft auch wir Menschen wie Blüten auf

 

Sobald die Sonne sich zeigt, sehe ich im Park, an der Ruhr und auch in Wäldern die Menschen ihre Zeit im Freien verbringen.

Als wenn sie nach ihr gedürstet hätten, genießen sie nun ihre wärmende Liebkosung.


Dass die Sonne auch brandgefährlich ist, das wird mitunter schnell vergessen. Und so sehe ich bei den ersten Sonnenstrahlen immer auch Menschen, denen die Röte ins Gesicht geschrieben steht. 

 

 

Wir haben, auch was das Wetter angeht, Bilder im Kopf, die es mit der Zeit unmöglich machen, es vorurteilsfrei zu betrachten - oder gar zu genießen. 

 

Vielleicht würden wir ja tatsächlich im Regen tanzen, wenn da nicht dieser Glaubenssatz wäre. Der, der sagt, dass Regen doch schlecht ist und trüb und dass Regen uns auch trüb macht und unglücklich. 

 

Es ist ganz normal, dass wir solche Annahmen mit uns herumtragen. Es erleichtert vieles im Leben. Doch gefährlich kann es dann werden, wenn wir sie nicht mehr überdenken. Denn dann geben wir den Dingen (oder Situationen, Zuständen oder auch Menschen) keine Chance mehr wegen unserer vorgefassten Meinung. 

 

 

Wenn wir uns also von vorgefassten Meinungen und Urteilen befreien wollen, kann uns die Achtsamkeit dabei eine total gute Begleiterin sein. Und das Wetter ist tatsächlich ein Paradebeispiel dafür!

 

Also los!

 

Achte diese Woche mal vermehrt darauf, was das Wetter bei Dir auslöst und wie Du damit umgehst 

 

Wie stellst Du Dich auf das Wetter ein?

Hörst Du den Wetterbericht?

Oder machst Du die Tür auf und fühlst, was da draußen los ist?

Passiert es Dir vielleicht, dass Du die Sonne scheinen siehst und Dich aus Vorfreude in ein viel zu luftiges Outfit wirfst?

 

Welche Gefühle löst das Wetter bei Dir aus?

Wenn Du hörst, dass es morgen trüb sein und regnen soll, passiert dann etwas in Dir?

 

Und wenn Du draußen unterwegs bist, wie ergeht es Dir da?

Wie fühlt sich der Wind auf Deiner Haut an?

Kannst du Dich an ihm erfreuen und ihn genießen?

Oder nervt er Dich, sodass Du ihn reaktiv ablehnen willst?

 

 

Wenn Es regnet, kannst Du den Regen begrüßen?

Kannst Du, auch wenn du selber im Regen stehst, erkennen, dass er wichtig für uns Lebewesen ist?

Oder sind da eher Gefühle der Ablehnung in Dir?

 

Wenn Die Sonne scheint, wie ergeht es Dir dann?

Spürst Du, dass Dein Körper dann vermehrt Serotonin ausschüttet? Also fühlst du Dich glücklicher?

Oder gehörst Du vielleicht zu den Menschen, die sehr sonnenempfindlich sind? 

 

Nimm mit Deiner Achtsamkeit einfach das wahr, was da ist. 

 

Beurteile oder verurteile Dich nicht, wenn Du merkst, dass da Empfindungen sind, die Du Dir nicht wünscht. 

 

Es ist ganz normal, dass wir mit Ablehnung oder auch mit Anziehung auf die Dinge reagieren. 

Wir Lebewesen wollen mehr von dem, was uns gut tut und weniger von dem, das unangenehme Gefühle in uns auslöst. Das macht ja auch Sinn, oder?

 

 

 

Spüre immer wieder in Dich hinein und taste sprichwörtlich ab, was das Wetter mit dir macht und was für Gefühle und Reaktionen es in Dir hervorruft.

 

Natürlich kannst Du Dir gerne auch etwas Zeit nehmen, um über die Zusammenhänge zu sinnieren

Immerhin kann das Wetter ebenso Leben spenden, als es auch vernichten.

Es vereint uns in gewisser Weise, sei es nun darin, dass wir alle mal über das Wetter smalltalken, dass wir alle von der selben Sonne gewärmt werden, oder dass der Wind, der um meine Nase zieht, vielleicht vorher schon Deine Nase erfrischt hat. 

 

Und das ständige Meckern über das Wetter, ist das eigentlich in Wirklichkeit ein Katalysator für andere Unzufriedenheiten der Menschen?

Oder nicht?

 

 

Wenn Dir die Achtsamkeitsexperimente gefallen, dann teile sie doch bitte mit Deinen Freunden. Damit hilfst Du mir und ihr könnt gemeinsam mitexperimentieren!

 

 

Ich wünsche Dir eine schöne und entdeckungsreiche Woche!

 

Achte auf Dich!

 

Deine Kati

 

 

 

P.S. Hier kommst Du zu den anderen Achtsamkeitsexperimenten.

 

Und hier findest du meine Artikel zum Thema Selbstfürsorge. Vielleicht hast Du ja Lust, Dich näher damit zu beschäftigen, wie Du Dir Gutes tun kannst!

 

 


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Kommentare: 2
  • #1

    Clemens (Sonntag, 31 März 2019 17:08)

    Liebe Kati!

    Vielen Dank – wieder einmal ein Super Anstoß zum Thema Achtsamkeit! Ich finde es total schön, aus wie vielen verschiedenen Blickwinkeln du dich diesem Thema näherst – echt großartig!

    Was ich beim Thema Wetter spannend finde ist, dass wir uns glaube ich auch stark daran orientieren, was wir gerade benötigen beziehungsweise was uns eher abgeht. Also was ich meine ist, dass in unseren Breiten die Menschen vor allem die Sonne schätzen– Jedenfalls bisher – weil es tendenziell bei uns überwiegend kühler ist und eher regnerisch – auch im Sommer. Allein zu sagen, dass das Wetter „schön“ ist, ist ja an sich schon in gewisser Weise eine Wertung. In Gegenden, wo es sehr heiß ist oder auch sehr trocken, wie zum Beispiel am Rande von wüssten, in Steppen oder auf manchen Hochplateaus, ist das Wasser extrem kostbar und die Menschen sehnen oft schon sehr den Regen herbei. Dort ist die Sonne, die wir so schätzen, Ihnen mitunter wahrscheinlich zeitweise eher ein Fluch.

    Also was ich damit sagen will: die Achtsamkeit auf das Wetter kann uns wirklich sehr schön zeigen, wie relativ die Blickwinkel je nach Situation sein können. Wenn wir Sonne im Überfluss haben und den Regen benötigen, dann machen wir vielleicht Regenrituale und feiern ein Fest, wenn die ersten Tropfen fallen. Hier in Europa feiern wir jetzt den Frühlingsbeginn und freuen uns, wenn die Sonne wieder mehr und wärmer scheint, weil unser Organismus das auch schon sehr dringend benötigt. Nachdem sich das Klima ja jetzt umstellt könnte es natürlich sein, dass wir in 20 oder 25 Jahren auch Regenrituale machen – mal sehen!

    Viele liebe Grüße!

    Clemens

  • #2

    Kati (Sonntag, 31 März 2019 23:22)

    Danke, Clemens! Dein Feedback freut mich total!

    Ich versuche halt immer mit Neugierde und Leichtigkeit an die Achtsamkeit heranzugehen.
    Das fehlt mir etwas bei der vielen Literatur, die es auf dem Markt gibt.
    Es wird zwar immer vom Anfängergeist geredet, der ein Staunen und neu erforschen möglich macht, aber irgendwie wird das meistens nur in der Meta-Ebene transportiert.
    Das finde ich schade und ich versuche, es anders zu machen.
    Wir müssen die Dinge manchmal ein bisschen weniger ernst nehmen, das Leben ist schon schwer genug, findest Du nicht? ( =

    Und ja, Du hast völlig Recht! Es ist eben nicht gegeben, dass unsere Sicht der Dinge die einzige ist. Aber oft kommt uns Menschen das so vor, glaube ich.
    Die Einschätzung, was gut, toll, doof, schön, traurig, et cetera ist, ist total subjektiv. Ich finde, es kann bereichernd sein, sich das immer mal wieder zu vergegenwärtigen.

    Grundsätzlich liebe ich es, aus dem Ich mal ins Du zu wechseln und mir vorzustellen, wie die Welt aus Deinen Augen aussieht. Das macht vieles leichter und es ermöglicht einen Zugang zu Mitgefühl, Verständnis und Sanftmut.

    Hehe, klingt irgendwie ganz schön hochgestochen, aber es ist halt so.
    Das wünsche ich allen ein bisschen und vor allem der Welt. :)

    Lieber Clemens, danke nochmal für Deinen tollen Kommentar.
    Viele bereichernde Augenblicke für Dich!
    Deine Kati